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Larix decidua
Mill. - Europäische Lärche
Foto
| Viele unserer einheimischen sowie angepflanzten Laubgehölze
zeigen vor Wintereinbruch ihr farbenprächtiges Herbstlaub.
So auch die Lärchen, deren weiche Nadeln sich goldgelb
färben, bevor sie abfallen und den Baum so vor Wasserverlusten
im Winter schützen. Winterkahle Nadelhölzer
sind allerdings die Ausnahme und kommen nur in den Gattungen
Larix (9 Arten), Pseudolarix (1), Taxodium
(2), Metasequoia (1), und Glyptostrobus
(1) vor. In unserer Flora ist die Europäische Lärche
der einzige winterkahle Nadelbaum. Dies kommt auch im
botanischen Namen zum Ausdruck (lat. deciduus = abwerfend).
Die natürlichen Vorkommen der Europäischen
Lärche findet man in den Alpen sowie in den Gebirgen
Ost-Europas bis Sibirien. Sie gedeiht im kontinental
getönten Klima der Hochgebirge mit kurzer, aber
strahlungsintensiver Vegetationszeit überall dort,
wo - unabhängig von der Gesteinsunterlage - ständig
ausreichend Bodenfeuchtigkeit und volles Licht zur Verfügung
steht. Auf Rohböden wie Moränenschutt und
Geröllfeldern ist die Lärche der erste Pionierbaum,
dessen Sämlinge sich bei ausreichender Wasserversorgung
etablieren.
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Im Sommer erkennt man anhand der Benadlung verschiedene
Sprosstypen:
Langtriebe mit einzeln stehenden Nadeln und Kurztriebe
mit büschelig stehenden Nadeln (da diese im Gegensatz
zu den Langtrieben sehr kurze Internodien haben). An
den Kurztrieben entstehen die männlichen und weiblichen
Blütenzapfen..
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Im Alter von ca. 20 Jahren sind Lärchen blühfähig.
Männliche und weibliche Blütenzapfen entstehen
getrennt voneinander an den Kurztrieben (monözisch).
Die Samen, von holzigen Samenschuppen des Zapfens geschützt,
fallen im Frühjahr des Folgejahres aus, werden
vom Wind transportiert und keimen nach kurzer Samenruhe.
Im Bereich der alpinen Baumgrenze zeigen die Lärchen
oft malerische Krüppelformen. In Kultur, unter
optimalen Wachstumsbedingungen, entwickeln sie sich
zu stattlichen Bäumen, die ca. 50 m hoch werden
und ein Alter von 300-400 Jahren und mehr erreichen.
Lärchenholz ist gut zu bearbeiten, sehr fest und
dauerhaft. Es wird als Bauholz, auch unter Wasser, sehr
geschätzt. Daher zählt die Lärche zu
den wirtschaftlich wichtigen Holzarten, die auch forstlich
angepflanzt werden. Außer L. decidua wird
die gegen Lärchenkrebs resistente Japanische Lärche,
L. kaempferi sowie die Kreuzung aus beiden, L.
x eurolepis forstlich angebaut. Als ausgesprochene
Lichtbaumart führt Beschattung, selbst von der
Seite, zu Wachstumsverzögerungen.
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Wuchsort im Botanischen Garten:
Alpinum: Larix decidua, Europäische Lärche
- Larix
laricina, Amerikanische Lärche - Larix kaempferi,
Japanische Lärche
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