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Spindelstrauch, Pfaffenhütchen
- Euonymus europaeus
Die Volksnamen dieses Strauches oder kleinen Baumes gehen
auf Verwendung bzw. Aussehen zurück. Früher drechselte
man aus dem zähen, festen Holz Garnspindeln, daher 'Spindelstrauch'.
Die Form der Früchte erinnert an eine Kopfbedeckung katholischer
Geistlicher: 'Pfaffenhütchen'.
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Im September/Oktober reifen die auffallenden Früchte.
Es sind rot gefärbte, abgerundet vierkantige Kapseln,
die aus 4 Fächern bestehen. Diese Fächer springen
auf und lassen die Samen erkennen, die eine Zeit lang
mit einem Nabelstrang zwischen Samenanlage und Fruchtblatt
(Funiculus) befestigt bleiben. Die weißlichen
Samen sind von einem orangefarbenem, fleischigen Samenmantel
(Arillus) eingehüllt. Die leuchtenden Farben und
die gut sichtbaren Samen locken Vögel an, die für
die Verbreitung sorgen.
Alle Pflanzenteile sind giftig; 30 bis 40 Samen sollen
für einen Menschen tödlich sein
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Die Blüten, die Mai/Juni mit dem Laub erscheinen, sind
klein und unscheinbar. An einem ringförmigen Wulst des
Blütenbodens (Diskus) wird Nektar abgeschieden, der Insekten
anlockt.
Euonymus europaeus ist in Europa heimisch und weit
verbreitet. Er kommt vor in Laubmischwäldern und an Waldrändern,
auf trocken-steinigen sowie feuchten, aber meist kalkreichen
Böden, häufig auch in Hecken und im Strassengrün
angepflanzt.
| Der zierenden Früchte und Herbstfärbung wegen
wird ein Verwandter aus derselben Familie (Celastraceae),
kultiviert: der Chinesische Baumwürger, Celastrus
orbiculatus (hier zu sehen am Treppengeländer
hinter dem benachbarten Wasserbecken). Bei dieser Art
heben sich die hellroten Samen sehr attraktiv von den
gelben Fruchtkaspeln ab. |
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