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Bärlauch gehört zu den typischen Frühblühern
feuchter, nährstoffreicher Laubwälder Europas,
Klein- und Mittel-Asiens. Er kommt häufig in großen
Beständen vor, die einen charakteristischen Zwiebelduft
verströmen. Schon dadurch lässt er sich vom
ähnlichen Laub des giftigen Maiglöckchens
(Convallaria majalis) unterscheiden, das sich
aber auch erst später im Jahr zeigt.
Zur Gattung Allium gehören neben Bärlauch
auch Knoblauch, Gartenzwiebel, Porree (Lauch) und Schnittlauch.
Die Bärlauch-Zwiebeln sind länglich-schmal
und bestehen aus nur einem fleischigen Niederblatt.
Ab Februar / März entwickeln sich langgestielte
Blätter (meist 2 pro Zwiebel) und danach der Blütenstand,
eine flache bis rundliche Scheindolde, zusammengesetzt
aus gestielten sternförmigen Einzelblüten.
Die reifen Samen werden kaum von der Mutterpflanze
forttransportiert, sondern keimen in der Nachbarschaft.
Mit dem dichten Blattwerk können andere Frühblüher
schlecht konkurrieren. Beides erklärt das massenhafte
Vorkommen dieser Art.
Bärlauch ist ein geschätztes Wildgemüse.
Unsere germanischen Vorfahren glaubten, dass Bären
ihre Kraft auf diese Pflanze übertragen hätten,
und dass durch Verzehr die sprichwörtlichen Bärenkräfte
auf den Menschen übergingen (vgl. dt. Name!). Man
erntet die frischen Blätter bis zur Zeit der Blütenentfaltung
und verwendet sie feingeschnitten in Quark, Salaten,
Soßen und als Brotbelag.
Die pharmakologische Bedeutung ist ähnlich wie
die des Knoblauchs. Bei Magen- und Darmstörungen
und Herz-Kreislauferkrankungen ist eine positive Wirkung
nachgewiesen. Um diese Heilpflanze auch nach ihrer kurzen
Vegetationsperiode einsetzen zu können, gibt es
heute ganzjährig Bärlauch-Frischblatt-Granulat
oder -Kapseln zu kaufen.
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