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Aloe
L. (Aloaceae)
Die Gattung Aloe umfasst etwa 400 Arten,
die in Afrika, insbesondere im südlichen Teil, Arabien,
Socotra und Madagaskar beheimatet sind. Es handelt sich um
frostempfindliche, überwiegend trockenheitsverträgliche
Arten mit sukkulenten Blättern, die meist in Rosetten
stehen, manchmal auch in fächerartig 2-zeiliger Anordnung
(Aloe plicatilis). Die Blüten, in verzweigten
oder unverzweigten Blütenständen, sind meist gelb
oder rot gefärbt und werden von Nektarvögeln besucht.
Den Völkern des Mittelmeerraumes waren
Aloen schon mindestens 400 v. Chr. bekannt. Im antiken Ägypten
wurden einige Arten angepflanzt, vornehmlich auf Friedhöfen.
Bei der im Neuen Testament erwähnten Einbalsamierung
des Leichnams Jesu sollen Aloe-Wirkstoffe beteiligt gewesen
sein. Bis heute haben einige Arten medizinischen Wert, insbesondere
in der Dermatologie.
Die Vielgestaltigkeit der Gattung ist im Wüstenhaus
zu entdecken.
Wuchsformen
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baumförmig:
Stamm mit verzweigter Krone, Blätter in kleinen Rosetten,
tote Blätter abfallend
S-Afr.: Aloe
dichotoma, Aloe
plicatilis, Madag.: Aloe suzannae, Yemen:
Aloe sabaea |
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einstämmig:
einfacher aufrechter Stamm (manchmal oben verzweigt),
große einzelne (bzw. mehrere) Blattrosetten
S-Afrika: Aloe
ferox, Aloe marlothii, Madagaskar: Aloe
voambe
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mehr- bis vielstämmig, mittelgroße bis
große Sträucher,
Verzweigung an der Erdoberfläche,
Blätter meist stark abwärts oder auch aufwärts
gekrümmt
S-Afrika: Aloe
spicata, Aloe
arborescens |
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stammlos oder Stamm sehr kurz :
Rosetten dicht über dem Boden, Rosetten einzeln (selten
in kleinen Gruppen)
S-Afrika: Aloe
striata, Kap Verde Ins. (?), weltweit kultiviert:
Aloe
vera
dicht ovalförmig gefleckte Blätter, kurzer
oder fehlender Stamm, Blüten an der Basis auffallend
erweitert
S-Afrika: Aloe
zebrina
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zwergförmig:
kleine Rosetten, selten einzeln; Blätter meist
schmal und nach innen gewölbt, oft mit erhabenen
weißen Höckern besetzt
S-Afrika: Aloe
variegata, Madagaskar: Aloe rauhii
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