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Aloe vera
L. - Echte Aloe
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Seit dem Altertum ist die Echte Aloe
als Heilpflanze bekannt: bereits vor 3500 Jahren verwandten
die Ägypter den Blattsaft für Heil- und
Pflegebehandlungen der Haut. Im Neuen Testament ist
zu lesen, dass der Leichnam Jesu mit einer Mischung
aus Myrrhe und Aloe einbalsamiert wurde. Im 1. Jh.
nach Chr. empfiehlt der griechische Militärarzt
Dioskurides Aloe als universales Mittel für verschiedenste
innere und äußere Anwendungen. Gut 1000
Jahre später, im frühen Mittelalter, beschreibt
die Benediktiner-Nonne Hildegard von Bingen Aloe als
Heilmittel bei Gelbsucht, Magenerkrankungen und Migräne,
gegen Zahnfäule und bei eitrigen Geschwüren.
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Bis heute ist Aloe ein Bestandteil pharmakologischer und
kosmetischer Zubereitungen. Sie wird innerlich angewendet
zur Regeneration der Darmschleimhaut und als abführendes
Mittel, äußerlich zur Förderung der Wundheilung
(Verbrennungen!) und zur vorbeugenden Hautpflege.
Die als Aloe bezeichnete Droge wird aus dem eingedickten Blattsaft
gewonnen.
Die Gattung Aloe umfasst etwa 200 Arten, beheimatet in Afrika
(bes. S-Afrika), Madagaskar und Arabien. Aloe vera (syn.
A. barbadensis) bildet eine grundständige Rosette
aus graugrünen, fleischigen, randlich bestachelten Blättern,
sie gehört zum Wuchstyp der stammlosen Blattsukkulenten.
Die Blüten stehen in ca. 1m hohen verzweigten Blütenständen.
Die Einzelblüten sind leuchtend gelb gefärbt und
werden vorwiegend von Honigvögeln bestäubt. Es sind
immer nur wenige Einzelblüten an einer Pflanze zur selben
Zeit geöffnet, was die Nektarsammler zwingt, mehrere
Pflanzen anzufliegen. Dadurch wird die Fremdbestäubung
gefördert. Die Früchte sind aufspringende Spaltkapseln.
Aloe bildet zahlreiche Adventivsprosse, mit denen sich die
Pflanze vegetativ vermehrt.
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