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Breitblättrige Stendelwurz
- Epipactis helleborine (L.) Krantz
Foto
Die Breitblättrige Stendel- oder Sumpfwurz gehört
zur insgesamt geschützten Familie der Orchideen.
Diese eine Art kommt so häufig vor, dass sie nicht gefährdet,
sondern sogar in Ausbreitung begriffen ist. Man findet sie
in ihrem großen Verbreitungsbebiet (siehe Karte) nicht
nur in Wäldern und Gebüschen, sondern auch auf Sekundärstandorten
wie Weg- und Straßenrändern, Parkplätzen und
Friedhöfen, auch im Bochumer Stadtgebiet sowie auf dem
Gelände der RUB. Gründe dafür können sein
ihre Anspruchslosigkeit gegenüber Kalkgehalt des Bodens
und Lichtverhältnissen sowie die Tatsache, dass sie mehr
als andere Orchideen Stickstoff verträgt.
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Aus einem unterirdischen Wurzelstock treiben die Pflanzen
erst im Mai aus und blühen von Juni bis Ende August.
Die Einzelblüten sind weißrosa bis grünlich
gefärbt und lassen den typischen Aufbau der Orchideenblüte
erkennen: drei äußere Kronblätter
umgeben drei innere, wobei eines zu einer so
genannten Lippe umgeformt ist, die (wie bei den
meisten Orchideen) nach unten zeigt.
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| Bei der Stendelwurz erkennt man im hinteren
Abschnitt der Lippe eine dunkle Wölbung, die von
angesammeltem Nektar glänzt. Dadurch werden Insekten
(Hummeln, Schwebfliegen, Wespen) angelockt, die bei der
Nahrungsaufnahme die oben hängenden Pollenpakete
angeheftet bekommen und sie beim Besuch der nächsten
Blüte gegen die klebrige Narbenscheibe drücken.
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Wenn keine Insektenbestäubung stattgefunden hat, ist
auch eine Selbstbestäu-bung der Blüten möglich.
Aus den unterständigen Fruchtknoten entwickeln
sich trockene, hängende Kaspelfrüchte, die
sich im August/September mit Längsspalten öffnen.
Die winzigen Samen fallen aus und werden vom Wind bis 10 km
weit im Umkreis verteilt.
Epipactis helleborine - etikettiert - im Botanischen
Garten:
Revier BACHLAUF / Waldsaum - K 4 - (und weitere Böschungen
und Anlagen)
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