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Botanischer Garten
Dr. Armin Jagel
 
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Botanischer Garten » Gymnospermen » Taxodium distichum

 

 

Taxodium distichum (L.) Rich. - Sumpfzypresse

 

Foto

   
Die Sumpfzyresse zählt zu den wenigen Nadelgehölzen, die sommergrün sind. Im Herbst färben sich die krautig dünnen Nadeln nach Abbau des Chlorophylls kupferbraun, bevor sie mit den Kurztrieben (Abb. unten) zusammen abgeworfen werden.

Sumpfzypressen zeigen ungewöhnliche Wurzelbildungen: senkrecht aus dem Wasser hochwachsende holzige Auswüchse, die sich aus den horizontal streichenden Wurzeln entwickeln, die sogenannten Wurzelknie.

Die Heimat der Sumpfzypressen sind die südöstlichen Staaten der USA. Hier wachsen sie in Sümpfen und Flussniederungen, auf Standorten also, die ständig unter Wasser stehen. Die Wurzelknie können hier 1,50 m über die Wasseroberfläche hinauswachsen. Sie haben die Funktion, die Sauerstoffversorgung der im Wasser wachsenden Wurzeln zu sichern.

Im Tertiär waren Sumpfzypressen auf der ganzen Nordhalbkugel verbreitet. Sie sind maßgeblich beteiligt an der Bildung der niederrheinischen Braunkohle (siehe südlich gelegene Anlage „Vegetationsgeschichte“).

Sommergrün ist auch der nahe verwandte Urwelt-Mammutbaum, Metasequoia glyptostroboides, der eher als Fossil bekannt war denn als lebende Art: erst 1941 wurden Bestände im SW Chinas gefunden.

Astsysteme mit Kurztrieben von Metasequoia glyptostroboides (links)
und Taxodium distichum (rechts)

 

 
 
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Letzte Änderung: 14.02.2003 | Ansprechpartnerin: Annette Höggemeier