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Die Sumpfzyresse zählt zu den wenigen Nadelgehölzen,
die sommergrün sind. Im Herbst färben sich die
krautig dünnen Nadeln nach Abbau des Chlorophylls
kupferbraun, bevor sie mit den Kurztrieben (Abb. unten)
zusammen abgeworfen werden.
Sumpfzypressen zeigen ungewöhnliche Wurzelbildungen:
senkrecht aus dem Wasser hochwachsende holzige Auswüchse,
die sich aus den horizontal streichenden Wurzeln entwickeln,
die sogenannten Wurzelknie.
Die Heimat der Sumpfzypressen sind die südöstlichen
Staaten der USA. Hier wachsen sie in Sümpfen und
Flussniederungen, auf Standorten also, die ständig
unter Wasser stehen. Die Wurzelknie können hier
1,50 m über die Wasseroberfläche hinauswachsen.
Sie haben die Funktion, die Sauerstoffversorgung der
im Wasser wachsenden Wurzeln zu sichern.
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| Im Tertiär waren Sumpfzypressen auf der ganzen
Nordhalbkugel verbreitet. Sie sind maßgeblich beteiligt
an der Bildung der niederrheinischen Braunkohle (siehe
südlich gelegene Anlage Vegetationsgeschichte).
Sommergrün ist auch der nahe verwandte Urwelt-Mammutbaum,
Metasequoia
glyptostroboides, der eher als Fossil bekannt
war denn als lebende Art: erst 1941 wurden Bestände
im SW Chinas gefunden.
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Astsysteme mit Kurztrieben von Metasequoia glyptostroboides
(links)
und Taxodium distichum (rechts)
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