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Botanischer Garten
Dr. Armin Jagel
 
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Botanischer Garten » Gymnospermen » Picea omorika

 

 

Picea omorika (Pancic) Purk. - Serbische Fichte, Omorika-Fichte

 

 

 

Name
"Omorika" ist der serbische Name für diese Fichte.

Morphologie
Baum mit auffällig schlanker, meist fast säulenförmiger Krone. Äste kurz, fast waagerecht mit aufsteigenden Spitzen, Seitenzweige hängend. Nadeln auffällig zusammengedrückt, dicht und anliegend stehend, beiderseits gekielt, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits mit 2 breiten, weißen Stomabändern. Zapfen eiförmig länglich, 3 bis 6 cm lang. Samenschuppen mit einem 2 mm breiten, wellig gezähnten Rand.

Vorkommen
SO-Europa: auf Nord- und Osthängen in Höhen von 800 m bis 1600 m ü. NN in drei kleinen Inselvorkommen am Mittel - und Oberlauf der Drina in Serbien, Bosnien und Montenegro.

Kultur
Die Art wurde 1875 von Prof. J. PANCIC gefunden, der Zapfen an verschiedene europäische Botanische Gärten schickte. Hierdurch gelangte die Art 1881 im Gartenbaubetrieb Otto Froebel in Zürich in Kultur. Sie gedeiht in ganz Europa, wächst schnell, ist außergewöhnlich widerstandsfähig gegen Rauchgase und winterhart bis Mittel-Schweden, Finnland und Leningrad. Die Serbische Fichte ist ein beliebter Zierbaum und gehört zu den meist gepflanzten Nadelgehölzen.

Sonstiges
Picea omorika gilt als Tertiärrelikt, da Abdrücke ähnlicher Fichten fast in ganz Europa nachgewiesen sind. Das qualitativ hervorragende Holz wurde in der Antike und dem Mittelalter intensiv geschlagen und zur Herstellung von Schiffsmasten und -balken benutzt.

Wuchsort im BG Bochum
Geobotanik: Vegetation Europas: Balkan

Literatur
Bärtels, A. 1976: Das Jubiläum der Serbischen Fichte. Gartenpraxis 1976/2: 45-55.
Stapf, O. 1927: Picea omorika. Curtis’s Bot. Mag. 153: Tab. 9163.

 
 
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Letzte Änderung: 07.03.2003 | Ansprechpartner: Armin Jagel