Blume des Jahres 2001

Geranium sanguineum L.  - Blutroter Storchschnabel

© Annette Höggemeier, Botanischer Garten Bochum
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Das Verbreitungsgebiet des Blutroten Storchschnabels erstreckt sich von Europa östlich bis Vorderasien. In unserer heimischen Flora siedelt er im wirtschaftbedingten Übergangsbereich von Gehölzen oder Wäldern zu  Acker- oder Grasland, meist auf kalkreichen Böden. 

Derartige Saumgesellschaften sind im Unterschied zum Waldesinneren helltrockene Standorte, an denen die Kräuter vor intensiver Besonnung sowie vor Beweidung und Mahd wie auf offenen Flächen geschützt sind. Die intensive landwirtschaftliche Flächennutzung bringt die Randbereiche in Bedrängnis. Darauf möchten die Naturschutzverbände mit der Wahl dieser Pflanze zur Blume des Jahres 2001 aufmerksam machen.

In ihrer Artzusammensetzung erinnern wärmeliebende Saumgesellschaften an ebenfalls wirtschaftsbedingte Halbtrockenrasen, die sich hier im Botanischen Garten nach Westen anschließen

Der Blutrote Storchschnabel ist eine sehr dauerhafte Staude von etwa 30 cm Höhe mit niederliegend bis aufrechten, verzweigten Trieben, die einem dickfleischigen Rhizom (unterirdischer Spross) entspringen. Die Blätter sind gegenständig, tief 5 bis 7 lappig, mit 3-teiligen Abschnitten. Die einzelnen karminroten Blüten erscheinen von Mai bis September.

Der Blutstorchschnabel ist zur Blütezeit sowie im Herbst, wenn sich das Laub rot färbt, sehr zierend. Durch züchterische Arbeit sind verschiedene Sorten entstanden, die, wie die Art selbst, bei Wildstaudenpflanzungen in Gärten sowie im öffentlichen Grün verwendet werden