| Tagpfauenauge (Inachis
io)
Edelfalter (Nymphalidae) |
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Von den bei uns noch häufig zu findenden Arten ist das Tagpfauenauge vielleicht die spektakulärste. Wenn es seine Flügel ausbreitet, zeigt es vier leuchtend-schillernde "Pfauenaugen" auf den Flügeloberseiten (von denen bei den Fotos nur die der beiden Vorderflügel zu sehen sind). Die Unterseite der Flügel dagegen ist unaufällig schwarzbraun, wodurch der Falter hervorragend getarnt ist, wenn er die Flügel zusammenklappt. | ![]() |
| Das Tagpfauenauge kommt in ganz Europa mit Ausnahme des hohen Nordens und im klimatisch gemäßigten Asien bis Japan vor. Im Gegensatz zu Admiral und Distelfalter kann das Tagpfauenauge bei uns überwintern. Hierfür sucht es z.B. Dachböden und Kellerräume und sogar die Kanalisation auf. | ![]() |
Zu den wichtigsten Nahrungspflanzen des Tagpfauenauges gehört im Frühjahr der Huflattich (Tussilago farfara) und verschiedene Weiden-Arten (Salix). Später im Jahr gewinnen dann Wasserdost (Eupatorium cannabinum) und verschiedene Distelarten an Gewicht. Auch Fallobst kann das Tagpfauenauge zur Nahrung nutzen. |
| Darüber hinaus werden aber auch viele Kultur- und Zierpflanzen
(Buddleja
davidii!) genutzt, weswegen der Falter fast überall auch in
Städten und in Botanischen Gärten zu finden ist. Die Raupen des
Tagpfauenauges sind eng an Brennnesseln gebunden, bei uns an die Große
Brennnessel (Urtica dioica). Durch die Ausbreitung der Brennnnessel
in Folge Eutrophierung der Landschaft ist das Tagpfauenauge bei uns noch
so häufig zu finden.
Literatur:
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Armin
Jagel, Spezielle Botanik, Ruhr-Universität Bochum
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