Arum maculatum
L. - Gefleckter
Aronstab
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Aronstab gehört in frisch-feuchten
Laubwäldern zum Frühlingsaspekt der Krautschicht.
Die Blätter sind pfeilförmig, häufig
gefleckt. Bei den Blütenständen handelt
es sich um Kolben, verdickte Achsen mit zahlreichen
ungestielten Blüten. Der Kolben wird kesselartig
umhüllt von einem Hochblatt, der Spatha,
die nach oben wie eine Tüte geöffnet ist.
Die eingeschlechtlichen Blüten
stehen getrennt an der Kolbenachse. Deren Ende bildet
eine braun-violett farbene Keule, die mit Duftdrüsen
ausgestattet ist. Bei Wärme - im Kessel liegen
die Temperaturen durch intensive Atmung bis 16 °C
über der Außentemperatur - verströmen
sie einen harnartigen Geruch, durch den Insekten angelockt
werden. Sie finden an der glatten Spatha keinen
Halt und rutschen in den Kesselgrund. Hier befinden
sich die weiblichen Blüten, die Nektar absondern.
Zwischen weiblichen und männlichen Blüten
stehen Sperrborsten, die nach der Bestäubung
welken, so dass das Insekt wieder, nach etwa 24 Stunden,
entkommen kann. Auf dem Weg ins Freie wird es mit
dem Pollen der jetzt reifen männlichen Blüten
beladen.
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Arum maculatum besitzt protogyne (d.h. die
weiblichen Blüten reifen eher als die männlichen)
Kesselfallenblumen. In wechselseitiger Anpassung Blüte
- Insekt hat sich ein Bestäubungsmechanismus herausgebildet,
der Selbstbestäubung erschwert und die vorteilhafte Fremdbestäubung
fördert.
Nach der Befruchtung reifen die auffallenden, roten Beeren,
während die grünen Blät-ter im sommerlichen
Schatten des Laubwaldes einziehen.
Arum maculatum gehört zu den Giftpflanzen. Alle
frischen Pflanzenteile üben starke Reizwirkungen auf
Haut und Schleimhäute aus, Verzehr führt zu Brennen
im Mund, Übelkeit bis Erbrechen und Krämpfen.
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