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Botanischer Garten
Annette Höggemeier
 
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Botanischer Garten » Monatsporträts » Juli 2005
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Arachis hypogaea L. - Erdnuss

 

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Die Erdnuss stammt ursprünglich aus Süd-Amerika, wird aber heute besonders wegen ihres hohen Fettgehalts (48% Fett, 28% Eiweiß) in den Tropen und Subtropen der ganzen Welt kultiviert (Verbreitung). Es handelt sich um einjährige Pflanzen, die zum optimalen Wachsen Temperaturen von 25-28 °C, ca. 500 mm Niederschlag und lockere, sandige Böden benötigen. Während der 1-2 monatigen Blühphase können sich nacheinander mehrere Hundert kleine gelbe Blüten pro Pflanze entwickeln. Nur etwa 20 % davon reifen zu Früchten heran.
Erdnüsse sind weltweit gesehen das wichtigste Grundnahrungsmittel nach den Getreidearten.

 

 

 

Verwendung

  • Direktverzehr frisch und geröstet
  • Ölgewinnung (Erdnussöl steht an 2. Stelle hinter Sojaöl in der Weltproduktion an Pflanzenölen)
  • Back- und Süßwarenindustrie
  • Snackartikel
  • Erdnussbutter (zu mehr als 90% aus gerösteten, gemahlen Erdnusskernen, mit Salz, Zucker und Pflanzenöl zu einer geschmeidigen Masse verarbeitet)

 

Die Blüten sind nur wenige Stunden geöffnet und bestäuben sich selbst. Danach wachsen die Früchte in den Boden hinein, wodurch die Samen, vor Austrocknen und Fraß geschützt, gute Chancen auf Keimung und neues Wachstum haben (Geokarpie). Erdnüsse sind also “Selbstpflanzer”.

 

 

 

Die Blüten sind nur scheinbar gestielt. Sie besitzen ein röhrenartiges Hypanthium aus Blütenbodengewebe, an dessen unterem Ende sich der winzig kleine Fruchtknoten befindet. Nach der Befruchtung beginnt ein Gewebe an der Basis des Fruchtknotens in die Länge zu wachsen. Daraus bildet sich ein “Fruchtträger” (Karpophor), an dem anfangs noch oft die welke Blütenhülle mit dem Hypanthium hängt. Der Fruchtträger krümmt sich abwärts, wächst weiter in die Länge und schiebt den Fruchtknoten vor sich her in den Boden. Erst in der Erde beginnt der Fruchtknoten mit 1 bis 2 (5) Samenanlagen sich zu der bekannten “Erdnuss” zu entwickeln. Dieser Prozess dauert mehrere Wochen.

 

 

 

 

 

Botanisch gesehen handelt es sich bei der Erdnuss - wie bei den verwandten Erbsen (”peanut”!) - um Hülsenfrüchte, die sich aber nicht öffnen. Deshalb wird sie auch zu den Nüssen gezählt.

 

 

 
 
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Letzte Änderung: 01.07.2005 | Ansprechpartner: Annette Höggemeier